Die Gemeinde Groß Sarau

Mit Gut Tüschenbek, Nädlershorst, Ziegelhorst und Rothenhusen

Die 1800 Hektar große und fast 900 Einwohner starke Gemeinde Groß Sarau zieht sich von Hornstorf und Rothenhusen im Norden bis nach Holstendorf im Süden. Zur Gemeinde gehören die Ortsteile Gut Tüschenbek (früher Teil des eigenständigen Amtes Tüschenbek), Nädlershorst, Ziegelhorst, Rothenhusen an der Einmündung der Wakenitz in den Ratzeburger See, Groß Sarau selbst, Hornstorf, Klein Sarau und Holstendorf (ehemals im Amt St. Georgsberg). Die Landwirtschaft prägt nur noch äußerlich und in Teilen das Bild, nur noch wenige Vollerwerbshöfe arbeiten.

Im Jahr 1939 lebten 322 Menschen in Groß Sarau, 1946 hatte der Ort 856 Einwohner. Nach dem Zweiten Weltkrieg war für etwa ein Jahrzehnt die Einwohnerzahl gestiegen, denn Flüchtlinge wohnten in den ehemaligen Militärbaracken auf dem Suß- und dem Hellberg. Die sechziger und teilweise die siebziger Jahre standen im Zeichen der Landwirtschaft, von der alle Entscheidungen im Dorf abhängig gemacht wurden.

Mit der Eingemeindung von Klein Sarau und Holstendorf 1971 änderte sich der Charakter Groß Saraus, das sich von nun an als moderne Gemeinde mit breit gefächerter Bevölkerungs- und Berufsstruktur im Einzugsbereich Lübecks sah. Am Ratzeburger See entstand ein DLRG-Haus, die Gemeinde richtete einen Bolzplatz ein und investierte 2006 in ein Gemeindezentrum mit Feuerwehr, G4S, Gr. Sarauer Selbsthilfe-Sozial-Service und Saalbau. 2008 entstanden die Krananlage Schanzenberg und die Wakenitzbrücke in Nädlershorst.

Die Kinder besuchen die Waldschule in Groß Grönau. In Groß Sarau gibt es neben G4S auch eine DLRG-Ortsgruppe, einen Tennisverein sowie einen Wassersportverein.