Die Gemeinde Groß Disnack

Amt Lauenburgische Seen - Gemeindewappen Groß Disnack
Gemeindewappen

Die früheste urkundliche Nachricht über das Dorf Disnack - die zusätzliche Bezeichnung "Groß" tauchte erstmals im Jahre 1517 auf - stammt aus dem Jahr 1229.

Damals schenkte Herzog Albrecht I. die Dörfer Pogeez und Disnack dem Johanniterorden zu Jerusalem. Tatsächlich dürfte Disnack aber viel älter sein, denn es gibt eine Theorie, wonach das erste Benediktinerkloster, dessen Abt der Lübecker Mönch Ansverus war, auf dem Klosterberg bei Groß Disnack gestanden haben soll. Nach mehreren Besitzerwechseln kamen Disnack (fortan als "Groß" bezeichnet) und das neu gegründete Wendisch-Disnack ("Klein Disnack" seit 1974 zu Pogeez gehörend) 1482 endgültig zum Herzogtum Lauenburg. 1928 wurde der Forstgutsbezirk Bartelsbusch der Gemeinde Groß Disnack zugeschlagen.

Groß Disnack hat heute eine Fläche von 600 Hektar (davon 337 Hektar Wald). Der Bartelsbusch ist in Zukunft als FFH-Gebiet vorgesehen (ca. 300 Hektar). 7 Strohdächer, z. T. Fachwerkhäuser, ein gut erhaltenes Kopfsteinpflaster sowie viele Steinmauern prägen den Ortskern des ca. 100-Einwohner-Dorfes. Eine in den neunziger Jahren durchgeführte Dorferneuerung, die Investitionen von 1 Millionen DM in privaten und öffentlichen Maßnahmen verschlang, hat positive Spuren im Gesamtbild der Gemeinde hinterlassen.

Aufgrund der geringen Bautätigkeit ist das Dorf noch weitgehend in seiner ursprünglichen Anlage erhalten. Um den von landwirtschaftlichen Betrieben geprägten Charakter des Dorfes zu erhalten, sollen Neubauten nur in dorfgemäßer Form und sehr behutsam vorgenommen werden. Ausdruck findet dieses im Flächennutzungsplan, den Bebauungsplänen und dem Landschaftsplan.

Groß Disnack ist am öffentlichen Netz der Wasser- und Abwasserversorgung des Amtes Lauenburgische Seen angeschlossen. Unsere Kinder werden am Ort abgeholt und in Ratzeburger Schulen unterrichtet. Die Kleinkinder haben die Möglichkeit, den Kindergarten in Buchholz zu besuchen, Trägerschaft ist bei der Kirche St. Georgsberg. In allen vorgenannten Einrichtungen ist die Gemeinde Mitglied und hat ihren Beitrag zur Entstehung und zur Unterhaltung beigesteuert.

Wir leben in einer intakten Dorfgemeinschaft. Unsere Freiwillige Feuerwehr ist Motor und Träger aller kulturellen Veranstaltungen. Unser mit großer Eigenleistung erstelltes Dorfgemeinschaftshaus ist Heimat für Feuerwehr und alle Dorfbewohner. Wir sind stolz, eine selbständige Gemeinde zu sein. Diese zu erhalten und zu pflegen und auch Opfer dafür zu bringen, sehen wir als unsere höchste Aufgabe an.

Kartenausschnitt der Gemeinde und Umgebung